• Jule Detlefsen

VERIFIZIERT IM INTERVIEW

Der Name Verifiziert tauchte im letzten Jahr immer mal wieder auf. Zuerst wusste keiner so richtig, wer sich hinter dem ausgefallenem Künstlername versteckt. Mittlerweile wissen wir mehr. Die Sängerin heißt eigentlich Verena, kurz Veri, kommt aus Wien und hat einen Hang zur absoluten Coolness.


Sie bekommt Shoutout von bekannten Künstler:innen oder großen Musikmagazinen. Ihr Musikvideos werden aufwendiger und ihre neuen Songs landen in großen Spotify-Playlists. Es scheint, als würde uns die Wienerin in Zukunft noch öfter über den Weg laufen. Ein Glück, denn ihre Musik ist so einzigartig und unberechenbar, dass sich etwas Neues im jeden ihrer Songs finden lässt.

Im Interview mit Verifiziert erfahrt ihr mehr über die großen Gefühle, die die 24-Jährige beschäftigen, warum sie erst mal in Wien bleibt und welche Acts sie als Festival-Bookerin buchen würde. Natürlich haben wir auch über ihren neuen Song "Asphalt" geredet, der jeden Sommertag 10x besser macht.

Welches Gefühl beschreibt deinen Gemütszustand gerade am besten? Aufgeregt. Alles war lange so monoton, jetzt passieren seit einem Jahr so viele Dinge, die ich mir niemals erwartet hätte. Du hast keine Lust, deine Musik in ein Genre zu stecken. Bei deinem Musikstil hört man trotzdem eine klare Linie. Wie hast du deinen eigenen Stil gefunden?

Das weiß ich leider auch nicht ganz! Haha. Bei fast jeder Beat-Produktion sitze ich dabei und gebe meinen Senf dazu. Je öfter, desto eher weiß ich, wie ich wo was will. Trotzdem würde ich nicht ausschließen, in einem Jahr wieder etwas ganz anderes zu machen. Ich kreiere einfach immer das, worauf ich gerade in dem Moment der Studio-Session Lust hab.

Ich habe gelesen, dass dir Authentizität bei deiner Musik wichtig ist. Wie versucht du diese in deiner Musik zu vermitteln? Ich schreibe und singe aus dem Bauchgefühl. Versuche, mich nicht zu sehr an Sachen zu halten, die „gut ankommen werden“, sondern eher, was sich für mich richtig anfühlt.

Casper hat neulich in seinem Podcast gesagt, dass er großer Fan von dir ist. PULS hat dir eine ganze Musikanalyse gewidmet. Wie fühlt sich das an, auf einmal diese Aufmerksamkeit zu bekommen? Ich denke mir immer: „Hä, wieso weißt du überhaupt, wer ich bin???“ haha! Ich fühle mich immer wieder total geehrt, und schätze es sehr wert. Trotzdem kann ich das alles nie so ganz realisieren. Wahrscheinlich weil ich nie gezielt auf so etwas hingearbeitet hab. Deine Musikvideos (besonders, die letzten drei) zeigen total schöne und besondere Bilder bzw. Einstellungen und vermitteln so eine Art Arthouse-Vibe. Welche Inspirationen hattest du für das Musikvideo von deinem neuen Song „Asphalt“? Ich habe das Musikvideo zu "Pretty Much" von Tobi Lou gesehen und fand die Farben nice. Danach haben wir das Grundkonzept "starke Farben und Komplementärkontraste” beschlossen, die genaueren Szenen und Locations habe ich mir dann dazu gereimt.


Gibt es ein Musikvideo von dir, das dir ganz besonders am Herzen liegt? Alle Videos, wegen der Erinnerungen an die Drehtage. Der Dreh zu Asphalt war zwar echt aufwendig und anstrengend, aber trotzdem echt schön. Es waren 2 durchgehende Drehtage und alle hatten so viel Spaß, dass jeder ein bisschen traurig war, als der Dreh zu Ende war haha!

Deine Songs wirken teilweise wie kleine Tagebucheinträge und machen kein Halt davor, echte Gefühle zu beschreiben. Wann fällt es dir schwer, über Gefühle zu reden?


Dann, wenn ich merke, dass mein Gegenüber nicht über Gefühle reden kann, oder nicht mit der Situation klar kommt.

Mit welchen drei Gefühlen würdest du deine Musik beschreiben? Nachts, betrunken, verliebt

Die Stadt Wien ist immer wieder zentraler Punkt deiner Songs. Was liebst du am meisten an der Stadt und was nervt dich am meisten? Wenn ich Wien mit anderen Städten vergleichen muss, dann würde ich sagen meine Friends, den Kaffee und das Leitungswasser. Was mich am meisten nervt, wahrscheinlich, dass es noch zu wenige U-Bahnen mit Klimaanlage gibt! Wenn du nicht mehr in Wien wohnen könntest, welche Stadt wäre deine zweite Wahl?

Ich denke Berlin. In der Musikszene gibt es gerade eine große Diskussion über die Diversität von Festival-Line-Ups. Mal wieder ist der Prozentanteil von Frauen bei vielen Festivals erschreckend niedrig. Wenn du die Möglichkeit hättest, dein eigenes Festival zu veranstalten, welche drei weiblichen Headliner würdest du buchen? Puh, sehr schwer da nur 3 zu nennen! Anthea, Haiyti und Billie Eilish … oder doch 070Shake, Charlie XCX und FKA Twigs?


Mit „Asphalt“ hast du einen echten Sommerhit rausgehauen. Welcher Song darf in deiner eigenen Sommer-Playlist auf gar kein Fall fehlen? Danke! "Blue Sky" von DJ Schinkensuppe.

Was sind deine Pläne für den Sommer? :) Viel schwimmen in der Donau, im See und im Meer, viel grillen und viel Musik! :)


Das hört sich doch nach einem ordentlichen Plan für den Sommer an. Die Songs von Verifiziert werden wohl viele den Sommer über begleiten und ihm den richtigen Vibe verleihen. Also holt die Bluetooth-Box raus, fahrt an den nächsten See, trinkt das ein oder andere Bier und hört ein bisschen Verifiziert, um den Sommer optimal zu nutzen.


Ähnliches wird bei Flutwelle jetzt auch erstmal getan. Für die nächsten drei Wochen geht Flutwelle in die Sommerpause und kommt dann mit neuen Ideen & Formaten zurück.

Seid gespannt & bleibt entspannt <3