• Jule Detlefsen

Silly Boy Blue

Bei manchen klingelt es vielleicht schon bei diesem Namen. So lautetet nicht nur der Künstlername von Ana Benabdelkarim, sondern auch ein Song von David Bowie. 1968 veröffentlicht dieser einen Lied über einen Jungen, der alle Regeln bricht. Die Lyrics hat sich Silly Boy Blue durchaus zu Herzen genommen.



Ohne Grenzen und Einschränkungen lebt sich der Künstlerin musikalisch aus. Von Konventionen hält sie nicht viel. In der Schulzeit war sie ausschließlich mit Strumpfhosen, in denen sich Laufmaschen wieder fanden, aufzufinden.

“ I was more Outsider than Popular.”

In der Welt von Lady Gaga, Prince, Frank Ocean oder The Cure fühlt sich Ana wohl. Voller Faszination verfolgte sie ihre Idole und deren Musik. Die Faszination reichte sogar so weit, dass sie sich in ihrer Abschlussarbeit mit "The Androgynous Bodies in Music, from David Bowie to Mykki Blanco“ beschäftigte. Diese Arbeit sollte maßgebend für ihre eigene Musik sein.

"Using the Silly Boy Blue persona allows me to be stronger, freer, braver than in real life“

Das Schlüpfen in verschiedene Rollen hat Ana sich bei ihren Idolen abgeschaut und verinnerlicht. Durch ihr Altes Ego Silly Boy Blue kann sie sich in alle möglichen Richtungen verwirklichen.


Mit ihrer Musik schafft sie neue Räume von Melodien, die es vorher nicht gab. Dabei schwangt ihr Songwriting zwischen Hochmut und intimen Momenten. Obwohl die Sängerin sich mit dem Ausdrücken von Gefühlen schon immer ein wenig schwer tut. Davon lässt es sich in ihren Songs jedoch nichts verspüren. Den Stil ihrer Vorbilder Elliot Smith und Lana Del Rey lässt Ana in ihre Lyrics einfließen. Der Wunsch nach Freiheit und der damit einhergehende Eskapismus ist eingebettet von elektronischen Klängen, die dieses Gefühl verstärken.


Ihr erstes Album wird aus zwölf Songs bestehen. Der Großteil beinhaltet Stimme und Gitarre. Trotzdem erschließt die Sängerin neue Klänge und Atmosphären. Weitere Songs sind voller Rhythmus und Arrangements. Drei Songs auf dem Album hat Ana sogar selbst produziert. Sie selbst sagt dazu:

„It was a feminist statement.”

Wenn ihr noch nicht genug von Silly Boy Blue bekommen könnt, dann schau gerne mal bei der fantastischen Colors Show von ihr und Isaac Delusion vorbei.