• Jule Detlefsen

KeKe im Interview

Die österreichische Sängerin KeKe bringt frischen Wind in die deutschsprachige Hip-Hop-Landschaft. Mit ästhetischen Videos und autarker Attitüde begeistert KeKe immer wieder aufs Neue. Ihre letzte Singles "Ladies" und "Kinda cute"veröffentlichte sie letzten November und bringt damit eine Hymne der Selbstbestimmung.


Im Interview hat Flutwelle KeKe ein paar Fragen gestellt, die sich um die Künstlerin selbst, ihre Lieblingsmusik und ihre Einstellung zu Genre-Grenzen drehen.

Wie sieht momentan deine Playlist aus? Welche Künstler*innen und Songs finden sich darin?

Meine Playlist besteht aus Travis Scott, Nick Drake, BANKS, Sufjan Stevens, A$AP Ferg, Rosalia, Miley Cyrus, Niniola, Rola und Dounia. Ich bin vor allem der größte Travis und Dounia Fan.

Gibt es auch ein paar Guilty-Pleasure-Hits in deiner Playlist?

Ich hab einige Guilty Pleasures in meinen Playlists, aber ich mag diesen Begriff eigentlich gar nicht. Wenn man es feiert, dann feiert man es eben. Ich liebe das letzte Album von Selena Gomez zum Beispiel sehr. Finde, das ist richtig guter Pop.

Welcher Song hat dich das letzte Mal so richtig beeindruckt? Und warum?

Habe mir gestern nach längerer Zeit wieder mal „Nights“ von Frank Ocean angehört und bin immer wieder aufs Neue beeindruckt. Der Switch zwischen den Beats, die Lyrics, seine Stimme und die Harmonien sind so unfassbar schön.

Welches Gefühl sollen deine Hörer*innen besonders stark fühlen, wenn sie deine Musik hören?

Sie sollen sich empowered und verstanden fühlen.

Du warst als Support-Act von Kummer auf Tour und hast mit Trettmann oder als Solo-Act schon live gespielt. Was vermisst du am meisten an Konzerten?

Ich habe sehr viel gelernt beim Live-spielen. Durch das Touren bin ich vor allem selbstsicherer und professioneller auf der Bühne geworden.

Bist du bei Konzerten lieber Performerin auf der Bühne oder Fan im Moshpit?

Ich finde beides eigentlich gleich cool.

Welches war dein letztes Konzert? Und welches wird das Erste sein, auf das du wieder gehen wirst?

Das letzte Konzert, das ich gesehen habe, war Tarek K.I.Z.. Hab mir dann am letzten Tourtag in Berlin das komplette Konzert angesehen - war sehr cool!

Ich weiß nicht genau, welches Konzert ich mir anschauen werde, wenn es wieder möglich ist. Ich glaub, ich werde dann einfach dankbar sein, überhaupt auf ein Konzert gehen zu können :)

Du hast mal gesagt, dass du dich in Genre-Fragen nicht eingrenzen möchtest. Besonders die musikalische Richtung von Frank Ocean könntest du dir vorstellen. Was fasziniert dich an seiner Musik?

Ich kann mich gar nicht erinnern, dass ich mal Frank Ocean genannt habe. Ich ändere meine Meinung ständig und bin immer wieder von neuen Artists inspiriert. Ich finde aber, dass Frank Ocean ein unglaublich toller Artist ist auf so vielen Ebenen. Seine Songs bringen mich immer in eine ganz bestimmten Mood. Kann man schwer beschreiben.

Was stört dich an Genre-Grenzen?

Finde das super nervig. Mir kommt das so absurd vor, Musik in Kategorien einzuteilen. Ich finde, das schränkt auch den Artist total ein. Dieses Bedürfnis der Menschen, immer alles in verschiedene Boxen zu stecken, ist total anstrengend und es braucht ganz schön viel innere Arbeit, um sich gedanklich davon frei zu machen.

Wer wäre dein heimliches Traum-Feature, von dem noch keiner weiß?

Ein Feature mit Future Islands wäre crazy.

Du bist durch dein Label und Produzenten mehr oder weniger durch Zufall zum Rap gekommen. Gab es in dieser Zeit einen Song, der dich endgültig vom Genre Rap überzeugt hat?

Das weiß ich leider nicht mehr. Ich kann mich aber erinnern, dass es ultra viel Spaß gemacht hat und dann war ich hooked.

Was bedeutet Rap für dich?

Rap bedeutet für mich vieles. Ich finde, es ist eine super schöne Artform sich auszudrücken und sich auch Luft zu machen.

Hast du schon Pläne für neue Musik in diesem Jahr?

Ich lass alles auf mich zukommen und schaue mal, was passiert. Nach 2020 hab ich bisschen aufgehört, großartig viele Pläne zu machen. Ich freue mich aber, wenn paar schöne Songs zustande kommen.​


Flutwelle würde sich auch freuen, wenn ein paar neue Songs entstehen. Auf Tour mit Kummer oder bei Auftritten mit Trettmann hat die Sängerin es bereits bewiesen: Die Musik von KeKe macht live richtig Bock und gibt allen sofort ein gutes Gefühl.


Wirklich allen:

"Das ist für die Babies, die Bitches, die Tomboys, die Puppies, die Nutten, die Nymphos, die Perlen, die Muschis, die Schlampen, Lesben, die Trans und die Tussis" - Ladies, KeKe.